Aktuelle Veröffentlichungen

Cover Prince Douglas Dub RootsIn unserem aktuellen Neuerscheinungsüberblick stellen wir kurz das neue Album von Bantu feat. Ayuba, das neue Album von Benjie, die aktuelle African Dope Soundsystem CD, eine Roots-Platte aus dem Hause Wackie’s, die neue Jah Meek 7″ und Neuigkeiten aus Polen vor.

Das African Dope Soundsystem ist nicht nur Label, sondern auch Kollektiv aus Cape Town, Südafrika. Rund um den Produzenten DJ Dope gibt es eine Menge frischer Künstler, die sich auf zum Teil recht ungewöhlichen aber dicken Riddims sehr wohl fühlen.

Bantu feat. Ayuba CoverDas neue Bantu-Album (Bantu feat. Ayuba – Buju Satifsfaction – Soundclash in Lagos) paßt zwar nicht ganz zum dancehallmusic.de – Profil, was aber offene Hörer nicht davon abhalten sollte, da mal reinzuhören. Zur Mischung von HipHop und Dancehall/Reggae – Elementen kommt ein neuer Sound hinzu: Fuji. Laut Presseinfo ist das der Sound der Straßen und Dancehalls in Lagos (Nigeria) – Wie dem auch sei: zusammen mit dem Fuji-Künstler Adewale Ayuba entstehen sehr tanzbare Tunes, die definitiv ausgecheckt werden sollten.

Mit der Wiederveröffentlichung von “Dub Roots” des Wackie’s Engineers Douglas Levy aka Prince Douglas kommt wieder so eine Perle ans Tageslicht. Viele der Riddim-Cuts des 1980 erstmalig erschienenen Albums sind einzigartige Bearbeitungen und dürften Dub-Freunde jubeln lassen. So ist beispielsweise auf “March Down Babylon Dub” Bullwackie selbst am Mic zu hören. Weitere Vocals gibt es von Jah Batta und Prince Douglas selbst.

Es gibt ein weiteres Artist-Album eines deutschsprachigen Künstlers: “Unterwegs” des Hannoveraners Benjie auf dem Label Gimme Mo Records. Stilistisch bewegt sich das Album zwischen HipHop und Dancehall – so liegen unter Benjies Gesang meist HipHop-Beats. Seine Stimme ist gewöhnungbedürftig und hebt ihn gleichzeitig aus der Masse der Sänger heraus. Leider fehlt den Produktionen der Kick, die Beats sind oft recht ideenlos, was Benjie auch mit teilweise recht einfallsreichen Sprachspielen nicht retten kann.

Die Jah Meek Single “Everything is possible feat. Luciano” bw “Roll Call” soll neugierig machen auf das kommende Album “Touched By An Angel” – und das tut sie definitiv. Dafür sorgt nicht zuletzt die Band House of Riddim.

In unserem Nachbarland Polen tut sich einiges. So erschien kürzlich die erste Reggae-7″ auf dem Markt. Die beim Label Siodemki.com veröffentlichte 7″ Bass Medium Trinity – Pociąg z Babilonu / Jr. Stress & Natty B – Korupcja kann sich definitiv sehen lassen. Auf der A-Seite hört man eine sehr nice Interpretation des Return/Stop the Train – Riddims. Die zweite Single steht in den Startlöchern.
Ebenfalls von Bass Medium Trinity gibt es eine CD mit Tunes auf jamaikanischen Riddims. Eine Art Singer-MixCD.
Auch hörenswert ist das Album der Warschauer Reggae-Band Vavamuffin namens Vabang. Die Lyrics wechseln zwischen dem Polnischen und jamaikanischem Patois und sind erstmal ein Hörerlebnis.