Franz Job – Reggae aus Tobago

Franz JobSpätestens seitdem die erfolgreichen Reggae Road Block Sampler schon vor einigen Jahren der Reggae Szene Trinidad & Tobagos wohlverdiente Aufmerksamkeit bescherten, sollte sich rumgesprochen haben, dass man in der Heimat von Soca & Calypso auch die Kunst des Reggae beherrscht. I-Sasha, Marlon Asher, Million Voice und Prophet Benjamin dürften auch hierzulande vielen Reggae Afficionados ein Begriff sein. Nun kann Trinidads kleinere Schwester Tobago mit einem weiteren Talent aufwarten: Franz Job, Produzent, Sänger und selbsternannter “eclectic country boy”. Steelpan, Calypso, Roots Reggae und “Überdosen von energiegeladenen Gottesdiensten” in seiner beschaulichen Heimat Charlotteville, Tobago prägten den heute in London ansässigen Musiker von klein auf. Vergleiche zur Stimme und Style von Wyclef Jean sind schnell gezogen, doch Job überzeugt auch durch seine eigene Kreativität und hervorragende Songwriter-Qualitäten.

Mit seinem Label Country Boyz Foundation veröffentlichte er u.a. drei selbstproduzierte Riddim Alben, gevoiced von der Crème de la Crème der Reggae Szene T&Ts. Diese sind nun dank der Zusammenarbeit mit dem Berliner Worldbass – Label Bacchanalism als Digitalrelease veröffentlicht worden und als Download käuflich zu erwerben.
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Glen Washington – Destiny

glen washingtonEin neues Album von Glen Washington auf VP Records, der wohl eine der markantesten Stimmen im Reggaebiz besitzt, die vor allem die Frauen immer wieder verzaubert.

Hauptsächlich produziert von Lloyd & Michelle Campbell für Joe Fraser Records und Ian Johnson für Jasfar Records gibt’s hier Quality Lovers Rock. Glen widmet sich in bester Gentleman-Manier seinen Lieblingsthemen Liebe, Beziehungen und Gefühlen. Unter den Musikern die verpflichtet werden konnten, tummeln sich illustre Namen wie Dean Fraser, Sly & Robbie, Dwight Pinkney uvm.

Die Riddims, hauptsächlich überarbeitete, altbekannte Produktionen wie z.b. Three Blind Mice, Queen Majesty, Love Me Always und Youthman, bieten Glen den perfekten Background um sich in den richtigen Mood zu grooven und man merkt auf dem ganzen Album, dass es ihm ernst ist mit dem was er singt. Er mag die Frauen wirklich!

Neben den besagten Lovers Themen gibt es aber auch die Roots Reggae Tracks „Brotherly Love“ und „Got To Be Free“, sowie die beiden Cover „Ain’t Too Proud To Beg“ (The Temptations) und „Hooligan“ (John Holt).
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45 Shootout

Blenders Finest LogoKurz nachdem Supersonic mit ihrem Label und der ersten, “Devils Angel” betitelten Selection an den Start gegangen sind, veröffentlicht nun auch Supersonic-Selector und Remix-Rastelli Junior Blender seinen ersten eigenen Riddim – “eigen” dabei in Anführungszeichen, denn es handelt sich um einen Relick des “Love Is A Treasure”-Riddims, basierend auf dem gleichnamigen Tune von Freddie McKay. Den Rocksteady-Flavor des Originals hat Blender einer gehörigen Modernisierung unterzogen und lässt schon das Intro mächtig lospoltern, ehe die Bläser im typischen Sound, bekannt von den Remix-Produktionen einsetzen. Als Sänger wurden einige Hochkaräter ins Studio gelotst, deren Versions auch jeweils einen leicht angepassten Mix bekommen. Luciano ist am Start, Perfect, Ras Shiloh und vor allem Frankie Paul, der mit “Smile For Me” für mich den Hit der Selection abliefert. Aber auch lokales Talent bekommt eine Bühne geboten: Ronny Trettmanns “Kaffee” kennt man bereits von der letztjährigen EP, Ill Inspecta hat bei “Long Distance Call” seine Olle in der Warteschleife, Spruddy One aus Hamburg beweist bei “Inna Dis Life” beachtliches Potential und Phenomden, eh schon der Artist 2007, geht zum “Dance im Olivenhain”, bei dem offenbar der Crossfader im Dauereinsatz ist. Ein ganz feine Selection, bei der auf alles geachtet wurde, und die hoffentlich weitere folgen lässt.
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