Beenie Man – Undisputed

Undisputed _ CoverDer selbstgekrönte “King Of The Dancehall” möchte sich seinen Titel nur ungern stretig machen lassen. “Undisputed” heisst dementsprechend proklamativ das neue Album von Beenie Man, das am 25. 8. in Deutschland erscheint. Und weil der “Doctor” zur Zeit mal wieder eins der zahlreichen Hochs seiner langen Karriere erlebt, die bereits im Steppke-Alter erfolgreich begann, sind auf dem Album einige Hits vertreten, die seinen Anspruch zumindest teilweise untermauern können.

“Undisputed” eröffnet mit dem schleppenden, scheppernden Titel-Tune, einer originellen Variante von Conroy Smiths Klassiker “Dangerous”, auf der Beenie mit seinem variablen Deejay-Style glänzen kann. Das Album pendelt wie die letzten LPs von Beenie Man zwischen Dancehall und clubbigem HipHop. Für die Dancehall-Seite sind überwiegend bereits bekannte Tunes verantwortlich. “Chaka Dance” und “Come Again” aus Don Corleons Hitschmiede, die bereits seit Anfang des Jahres kursierende, von Tony Kelly produzierte Single “Hmm Hmm”, “Heart Attack” auf dem technoiden “Global”-Riddim von Fire Links oder “Set You Free” auf “Octane”, der neuen Black Chiney-Produktion. Auch das mächtige “Jamaican Ting”, unterlegt mit Beats von Scott Storch, oder “My World”, die merkwürdige Combination mit Lady Saw, können gefallen. Natürlich darf auch ein Feature von Beenies neuer Herzdame D’Angel (mißverständnisfrei “Beenie Man” betitelt – Bounty, hörste mich…) nicht fehlen. Leider finden sich auch wieder einige Filler auf dem Album; das Akon-Feature “Girls” etwa, oder auch der fußlahme, überflüssige Reggaeton-Abstecher “Fire” mit Voltio & Randy. Abgesehen von diesen Aussetzern liefert Beenie Man ein gelungenes Album ab, nicht unbedingt königlich, aber seiner Liga angemessen.